Mobilfreundliche Webseitengestaltung

 

Symbolbild: Optimale Anzeige einer Homepage auf unterschiedlichen Endgeräten (Fotomontage © Alexander Reichert) Urheberrecht


Websites können nur erfolgreich sein, wenn sie auch mobilfreundlich, d.h. für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets optimiert sind. Diese greifen nämlich heutzutage wesentlich häufiger auf das Internet zu als stationäre Computer. In der Region Villingen-Schwenningen gehöre ich zu den Leuten, die sich mit mobilfreundlicher Webseitengestaltung besonders gut auskennen. Sie ist einer meiner Schwerpunkte und standardmäßig in meinen Leistungen enthalten. Webdesign wird dadurch allerdings wesentlich aufwändiger und damit auch teurer als früher.

 

Nach einer Studie von ARD und ZDF vom Februar 2016 greifen 90 % der mobilen, aber nur 60 % der stationären Anwender täglich auf das Internet zu. Das heißt, die Nutzungsintensität mobiler Anwender ist erheblich höher. Diese Zahlen werden verständlicher durch eine andere Umfrage, der zufolge mit Smartphones nicht nur von unterwegs aus im Internet gesurft wird, sondern auch von zu Hause aus, trotz heimischen PCs: während des Essens, beim Fernsehen, im Bett, sogar auf der Toilette.

Herkömmliche Websites sind für die Anzeige auf stationären Monitoren bzw. Laptops konzipiert. Mit den wesentlich kleineren mobilen Geräten sind sie nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten zu handhaben. Beispielsweise sind Schrift und Links viel zu klein, um gelesen und genutzt werden zu können. Websites, die sich nicht zur Anzeige auf Smartphones und Tablets eignen, verärgern deren Besitzer und wirken sich für die Betreiber der Websites geschäftsschädigend aus. 

Selbst wer ihn kritisch sieht: Die zunehmende Verbreitung von Smartphones ist ein langfristiger Megatrend, dem man sich nicht verschließen sollte.

Ziel mobilfreundlicher Webseitengestaltung ist es, dass sich die Website bzw. Homepage jedem Betrachter so übersichtlich und benutzerfreundlich wie möglich präsentiert, egal welches Endgerät dieser benutzt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Responsive Webdesign”, d.h. reagierender Webseitengestaltung, weil sich die Anzeige dem jeweiligen Endgerät anpasst.

Beim Responsive Webdesign wird nur eine einzige Version der Website erstellt. Unter Rückgriff auf die dafür hinterlegten Kriterien passt sie sich selbstständig dem jeweiligen Endgerät an. Dies geschieht sprunghaft an den so genannten Breakpoints, z.B. maximal 576 Pixel Bildschirmbreite für Smartphones und 768 Pixel für Tablets, und fließend innerhalb der genannten Kategorien. Die verschiedenen Arten und Typen von Mobilgeräten haben unterschiedliche Bildschirmbreiten bzw. Auflösungen in Pixeln, so dass man nicht mit starren Definitionen arbeiten kann.

Für den Webdesigner bedeutet ein reagierendes Webseitenlayout einen deutlich höheren gestalterischen und technischen Aufwand. Kunden sollten daher bei Preisvergleichen hinterfragen, ob reagierendes Webdesign im Preis enthalten ist oder nicht. Und selbst wenn es enthalten ist, gibt es noch große Qualitätsunterschiede in der Umsetzung.

Mobilfreundliche Ansicht von der Homepage Kunstschaffende Kunstfreunde Bad Dürrheim

Anzeige der Startseite von www.kunst-bd.de
auf einem Smartphone

Mobilfreundliche Ansicht von der Website Bad Dürrheim im Bild

Anzeige der Startseite von www.bad-duerrheim-im-bild.de auf einem Smartphone

Placeholder image

Anzeige der Startseite von www.achim-reichert.de
auf einem Smartphone

 

Bestehende Layouts lassen sich in der Regel nicht mit ein paar Handgriffen und zu einem dementsprechend niedrigen Preis überzeugend mobilfreundlich machen. Beispielsweise kann man die Inhalte einer bildschirmausfüllenden waagerechten Tabelle mit einem Smartphone nicht lesen. Fotos und Grafiken mögen auf einem Smartphone zwar als Ganzes noch zu erkennen sein, aber nicht mehr die darin enthaltenen Details. Oder es liegen Links so dicht beieinander, dass man sie mit dem Finger nicht mehr selektiv anklicken kann.

Übrigens hat Google mobilfreundliche Webseitengestaltung schon seit Jahren seinem Ranking-Algorithmus hinzugefügt:

Webseiten, die nach dem 21. April 2015 noch nicht „mobile-friendly” waren, mussten schon mit Nachteilen bei der Platzierung im mobilen Suchergebnis rechnen. Oder umgekehrt ausgedrückt: Mobilfreundliche Webseiten werden von Google zunehmend bevorzugt. Google misst nämlich der Mobilfreundlichkeit von Websites eine große Bedeutung bei und hatte schon damals weitere Aufwertungen angekündigt.

Webseiten, die im September 2020 immer noch nicht mobilfreundlich sind, müssen gar damit rechnen, gar nicht mehr erfasst zu werden oder sie landen so weit hinten, dass sie dort keiner mehr sucht. Basis dafür ist die Mitteilung von Google vom 05. März 2020 im Webmaster Central Blog: „Announcing mobile first indexing for the whole web.”

Mobilfreundliche Webseitengestaltung ist bei mir Standard. Den Google-Test auf Mobilfreundlichkeit zu bestehen, ist die Mindestanforderung, notwendig, in der Praxis aber nicht ausreichend. Kunden können sich am besten eine Meinung bilden, indem sie sich mit ihrem Smartphone die Referenzseiten potenzieller Anbieter anschauen.

Mehr dazu bei Wikipedia, der freien Enzyklopädie.  Auf diesen Artikel wurde auch hier teilweise zurückgegriffen.